Kampf den Kulturen in den vier Wänden

Vorbeugung und Bekämpfung von Allergien hervorrufenden Schimmelpilzen in der Wohnung

Schimmelpilze rasten vor Freude aus und vermehren sich rasant, wenn es in der Wohnung warm und feucht zugleich ist. Sporulation nennt man die Form der Vermehrung, also das Abgeben von Sporen an die Luft. Die Sporen können bei entsprechend disponierten Menschen zu allergischen Reaktionen, bis hin zum allergischen Asthma führen. Als besonders bedeutsame Gattungen sind Aspergillus, Cladosporium, Penicillium und Alternaria bekannt. Hauptsaison der Schimmelpilze sind die Monate, die auf „R“ enden. Das sind zufälliger Weise auch die Muschelmonate. Immer, wenn Sie Muscheln essen, sollten Sie mal über Schimmelprävention in Ihrer Wohnung nachdenken.

Hier ein paar Tipps:

Feuchtigkeit:
Reduzieren Sie Feuchtquellen in der Wohnung, wo es geht. Legen Sie sich zum Beispiel ein Hygrometer zu. Das gibt es im Baumarkt für ca. 15 Euro. Zur Orientierung: Der Idealmesswert liegt bei 50% Luftfeuchtigkeit. Man kann aber auch RF(= Raumfeuchte)-Indikatoren verwenden. Die Messstreifen laufen bei kritischen Grenzwerten der Luftfeuchte blau an.
Möblierung:
Stellen Sie Ihre Möbel nie mit der Rückseite direkt an die Wand. Denn das behindert die Luftzirkulation, die aber wichtig ist, um Schimmel zu vermeiden. Möbel müssen daher immer genügend Abstand vor allem zu den Außenwänden der Wohnung haben. Als Maßstab für einen idealen Abstand gelten in Fachkreisen 5–15 Zentimeter.
Möbel:
Verwenden Sie in Ihrer Wohnung zum große Teil kleinflächige Möbel aus Massivholz – am besten auf Beinen. Pressspanschränke sind zwar preiswerter, aber sie haben den Nachteil, dass sie die ausreichende Luftzirkulation behindern und über ihre kunststofffurnierten Oberflächen keine Feuchtigkeit puffern können.
Heizen:
Vermeiden Sie in der Wohnung unbedingt große Temperaturschwankungen, ungeachtet der Raumnutzung. Alle Räume, auch selten oder tagsüber nicht genutzte, sollten nie ganz auskühlen. Absenkungen der Temperatur sollten moderat ausfallen. Thermostate an Heizkörpern nicht um mehr als ein bis zwei Skaleneinheiten absenken.
Stoßlüften:
Kippen verboten! Wohnräume sollten mindestens drei Mal am Tag in den Genuss einer Stoßlüftung kommen, d.h. Lüften bei vollständig geöffnetem Fenster. Die Lüftungsdauer sollte fünf bis fünfzehn Minuten dauern – je nach Außentemperatur (nicht nach Luftfeuchtigkeit draußen!). Je kühler es draußen ist, desto kürzer darf die Lüftungsdauer sein!

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Schimmel Schimmel

Problemzone Badezimmer:

Hohe Feucht- bzw. Wasserdampfmengen, kleine Räume, reduzierte Lüftungsmöglichkeiten durch kleine Fenster oder häufig unterdimensionierte Abluftanlagen – das Bad ist das perfekte Heim für Schimmelpilze, muss es aber nicht sein:

Tipps gegen Schimmel im Bad:

  1. Temperatur von 22° bis 24° Celsius im Bad
  2. Öffnen Sie das Fenster während des Duschens. Die Feuchtigkeit kann dann entweichen.
  3. Bei kleinen oder fehlenden Fenstern empfiehlt sich der Einbau eines automatisch feuchteregulierenden Wandlüfters.
  4. Lagern Sie feuchte Handtücher nicht im Bad, sondern auf dem Balkon oder im Garten.
  5. Ausnahmsweise: Nach Nutzung und Stoßlüftung zusätzlich Querlüften. Die feuchte Luft verteilt sich in angrenzenden Räumen, ohne dort bautechnisch gefährlich zu werden.
  6. Fliesen nur im Spritzwasserbereich, bis zu einer Höhe von ca. 1,50 Meter. Calciumsilikat-Platten oder spezielle Beschichtungen an Wänden und Decke regulieren den Feuchtehaushalt.
  7. Ziehen Sie mit einem Gummischieber die feuchten Flächen ab.

Weitere Informationen auf www.schimmelpilz.de

www.lagerboxen.com
zapf.de