Ordnung muss rein!

Zur Ordnung berufen

Was und wer uns zu einem aufgeräumten Leben verhelfen kann

Christa Beer Wo ist denn bloß die Lohnsteuerkarte? Hatte ich sie nicht auf den Stapel ganz links im Regal gelegt? Oder war es doch die rechte Schreibtischschublade… Bei wem solche Fragen am Anfang eines panischen Abtauchens in die seit Wochen angehäuften Papierberge stehen, wünscht sich oft, es gäbe ein System, eine Formel, eine magische Methode, die diese immer gleichen nervigen Suchanfälle ein für alle Mal beendet. Gibt es auch. Mehrere sogar. Eine davon ist das Beer-Ordnungssystem, entwickelt von Christa Beer. Frau Beer, selbst weit davon entfernt, eine Ordnungsfanatikerin zu sein, hatte irgendwann genug von den selbstverschuldeten Versteckspielchen. Nach der gründlichen Beschäftigung mit mehreren Ordnungssystemen entwickelte sie ihr eigenes. Und wendet es mittlerweile nicht nur erfolgreich bei sich selbst, sondern bei ihren Kunden an. Die ehemalige Krankenschwester, Entwicklungshelferin und studierte Agraringenieurin ist buchbar. Egal ob in die Arztpraxis, den Handwerksbetrieb oder in ein Studentenzimmer – Frau Beer kommt gern und packt mit an. Und das Beste: sie muss meist nicht wiederkommen. „Da ich mein Sortiersystem weitergebe, rationalisiere ich mich selbst weg. Es ist ganz selten, dass ich noch mal nachhelfen muss.” Die Beer-Methode greift, weil sie flexibel anzuwenden ist. Erste Grundregel: „Beim Aufräumen immer einen Bereich ganz fertig machen, dabei Wichtiges und Unwichtiges trennen. Das Unwichtige sofort entsorgen, mit dem Wichtigen wird weiter gearbeitet.” Zweitens: „Die wichtigen Dinge in mehrere große Bereiche einteilen, die wir klar sortieren.” Frau Beer macht das mit Farben. „Bei mir ist zum Beispiel alles Private blau. Die Steuer wird dann rot, die Arbeit gelb, und so weiter. Diese Struktur zieht sich durch alle Ordner oder Reiter.” Drittens: „Die Beschriftung von außen sollte gut lesbar und sofort nachvollziehbar sein. Und ein aktuelles Inhaltsverzeichnis ist unabdingbar.” Schafft man es, diesen Status Quo zu erhalten und weiter zu pflegen, ist das System immer wieder durchschaubar und auch für Außenstehende leicht verständlich. „Ein bisschen Disziplin im Alltag muss aber schon sein”, warnt Frau Beer. Solange man für das Hinter-sich-selbst-Herräumen nicht mehr als eine Stunde rechnen müsse, sei jedoch alles im grünen Bereich. Und im Notfall kann man Frau Beer dann ja noch mal engagieren. Wenn die Lohnsteuerkarte partout nicht auftauchen will.

Bermuda Dreieck Schreibtisch ››› www.beer-sortierservice.de

Gesucht-gefunden: Wer sich eine Unterstützung wie das Beer 4 Farben-System schon immer gewünscht hat, kann jetzt das Buch zum Service bestellen: „Bermuda-Dreieck Schreibtisch” von Christa Beer ist im Südwest-Verlag erschienen und kostet 9, 95 €.


Sauber macht nicht immer lustig

Egal wie gründlich man putzt — schwierige Flecken brauchen Spezialisten

Im letzten Frühling konnte man die täglich bewundern - die Fassadenkletterer auf dem Fernsehturm am Alex. Ihr Job: die Anbringung von magentaroten Folien, welche die Kugel in einen Fußball verwandeln sollten. Fast ebenso spektakulär, doch viel alltäglicher ist die Arbeit moderner Gebäudereiniger. Glasfassaden aller Art, unter anderem an den zahlreichen Banken- und Regierungsgebäuden Berlins, müssen nun mal von Spezialisten gesäubert werden. Nicht nur schwindelhohe Fassaden erfordern echte Profis: Hat man zum Beispiel einen hartnäckigen Fleck im italienischen Natursteinbad oder ein korrodiertes Kupferdach, so können diese meist nur in einem chemisch komplizierten Verfahren gereinigt werden. Dafür braucht man gut ausgebildete Fachkräfte. Die Firma Heistermann, 1985 gegründet als Meisterbetrieb des Glas- und Gebäudereinigerhandwerks, gilt mit ihren 40 Mitarbeitern als Berliner Spezialist für solche Fälle. Wenn zum Beispiel Graffiti oder – wie zuletzt häufig – Flusssäurespuren entfernt werden müssen,bietet die mittelständische Firma ihre Dienste an. Im Gegensatz zu den Großen der Branche wie beispielsweise Gegenbauer oder Dussmann, die Krankenhäuser oder Großbüros zu ihren Kunden zählen, muss Heistermann deshalb auf besondere Qualifikationen seiner Mitarbeiter setzen. Solide Kenntnisse in Physik und Chemie sowie körperliche Belastbarkeit sind Grundvoraussetzungen für einen modernen Gebäudereiniger.

Saubermänner Für den Ernstfall bereit: Die HGS-Mitarbeiter

Besonders anspruchsvoll wird der Job, wenn es um die Spezialität der Firma Heistermann geht: die Tatortreinigung. Denn wenn eine Leiche, wie in Berlin leider viel zu häufig, lange unentdeckt bleibt, stehen Angehörige und Vermieter plötzlich vor der völligen Verwüstung einer Wohnung. „Polizei, Feuerwehr und Bestatter kommen zwar und machen ihren Job, aber dann verschwinden sie wieder“, weiß Christian Heistermann, Gründer und Geschäftsführer der Heistermann-Gebäude-Service GmbH. “Was man dann auf gar keinen Fall machen sollte, ist den Hauswart oder gar die Putzfrau für die Schmutzbeseitigung zu rufen”, warnt er. Nur ein Profi wisse, wie korrekt dekontaminiert und desinfiziert werde und sei auch emotional auf den Anblick eines Tatortes vorbereitet. “Deshalb erstmal bei der Polizei oder Bestatter nachfragen, wer sich mit Leichenbeseitigung auskennt.” Auf die Geschäftsidee gekommen ist Heistermann durch einen Fernsehbericht aus den USA. Neben Osmosereinigung, Graffitischutz und Hotelreinigung schien ihm die Tatortreinigung eine perfekte Ergänzung seines Portfolios. Mit diesem ungewöhnlichen Service hat er in Deutschland zwar ein großes Medienecho gehabt, betont aber, dass die Tatortreinigung nur einen Teil des Leistungsspektrums seiner Firma ausmache. “Unsere Leute sind genau so professionell, wenn es um die Reinigung eines Treppenhauses oder eines Büroteppichs geht.” Wie aufregend moderne Gebäudereinigung zuweilen sein kann, hätten die meisten sich vorher sowieso nicht träumen lassen.

Die Heistermann-Gebäude-Service GmbH bietet allen Mietern und Vermietern eine 24-Stunden Notrufnummer für den Fall eines Leichenfundes: Tel.: 030 863 073 0.

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